Veranstaltungen

Sichtbarmachen von Macht und ökonomischer Interessen: Politische Bildungsarbeit in der Covid.19-Krise

In dieser Krise um Corona heißt es, dass nicht aufdringliche und unwichtige Ereignisse oder Aktivitäten eingestellt werden müssen, weil sie nicht lebenswichtig seien. Darunter fallen selbstverständlich viele Aktivitäten im Bereich der politischen Bildungsarbeit. Doch für wen ist die politische Bildungsarbeit gerade nicht lebenswichtig?

  • Für Menschen, die weiterhin in Homeoffice arbeiten können/dürfen und finanziell abgesichert sind?
  • Für Menschen, die als prekäre Bildungsarbeiter*innen unterwegs sind?
  • Für Menschen, die von Themen wie Machstrukturen, Diskriminierung, etc betroffen sind und eine Rückenverstärkung durch diese Arbeit bekommen?
  • Für Partnerorganisationen in Globales Süden die von NROs in globales Norden angewiesen sind?

Dadurch, dass wir als eingestellte Bildungsarbeiter*innen viele Workshops und Aktivitäten einstellen müssen, führt es automatisch zur finanziellen Schwierigkeit für prekäre Bildungsarbeiter*innen. Darüber hinaus sollen wir in dieser Situation mitzudenken, dass sich die Krise mit all ihren Folgen auch wieder entlang globaler Bruchlinien ungleich auswirkt. Während es in Deutschland Rettungsschirme und Unterstützungsprogramme auch teilweise für prekäre Bildungsarbeiter*innen und Solo-Selbstständige gibt, stehen viele Menschen im globalen Süden, deren Projekte abgesagt wurden/werden ganz ohne Absicherung dar.

  • Welchen Akteuren meiner Bildungskette sind davon betroffen?
  • Wie weit wirkt die Entscheidung, die ich jetzt treffe oder treffen muss auf Menschen im Globalen Süden? Hat auch deren Entscheidung gerade Wirkung auf meiner Arbeit bzw. auf mein Leben?
  • Welche Privilegien und Möglichkeiten stehen mir trotz der Krise zu und wie möchte ich in dieser Situation zur Globaler Gerechtigkeit beitragen?
  • Was können wir gemeinsam tun oder können wir überhaupt was tun?

Gemeinsam werden wir Meinungen aus Interviews mit betroffenen Bildungsarbeiter*innen, Partnerorganisationen aus dem Globalen Süden hören/lesen. Wir werden gemeinsam auf unsere Bildungskette zurückblicken und die Wirkung der Einstellung unsere Arbeit analysieren und gemeinsam Strategie mitdenken wie wir auf privilegierter oder nicht privilegierter Ebene agieren können.

Den Termin steht noch nicht fest. Der Workshop ist für Praktiker*innen der Bildungsarbeit offen. Falls Sie Interesse daran haben, meldet euch bei mir unter: fachmigration.rlp@gmail.com  und wir werden euch zeitnah die Einladung zum Workshop schicken.