Rheinland Pfalz lanciert einen Landesaktionsplan gegen Rassismus

Tag für Tag erleben Menschen in Deutschland rassistische Erfahrungen. Aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Akzents, ihrer Religion und weiterer Zuschreibungen werden sie diskriminiert und sogar angegriffen. Während viele darüber schweigen, scheuen sich einige nicht, ihre Erfahrungen in die Öffentlichkeit zu bringen, wie auf der Webseite von Amnesty International. Ein Blick darauf zeigt, wie furchtbar und zugleich lächerlich Rassismus ist.

Es gibt bereits viel zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, angesichts des zunehmenden Rechtsrucks in der Gesellschaft bleibt jedoch weiterhin viel zu tun. So will Rheinland Pfalz nun einen Landesaktionsplan gegen Rassismus erstellen. Der Erstellungsprozess hat mit einer Auftaktveranstaltung am 30.April begonnen. In Ihrer Ansprache auf der Zeremonie sagte mffjiv Staatssekretärin, Dr. Christiane Rohleder, dass Rheinland Pfalz einen solchen Landesaktionsplan gegen Rassismus braucht und betonte, dass „alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Das ist unser Anspruch und unser Ziel.“

Der gleichen Meinung ist Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein. In ihrem Vortrag schilderte sie anhand einer Studie welche rassistischen und rechtsextremen Haltungen in der Gesellschaft festzustellen sind, welche Ausmaße sie annehmen und auf welchen sozialen Faktoren sie beruhen.

So startet der Prozess des Landesaktionsplans auf einer reichhaltigen Grundlage. Weitere Veranstaltungen sind geplant und werden partizipativ unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft, staatlicher Akteur*innen und Wirtschaft gestaltet.

Der Landesaktionsplan war ein Auftrag des Koalitionsvertrags zwischen den regierenden Parteien SPD, FDP und den Grünen in Rheinland Pfalz. Das Projekt wurde an das Referat für Gewaltprävention, politischer und religiöser Extremismus übertragen, welches die Idee und Konzipierung des Aktionsplan entwickelt.

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